Peter und Barbara Tümmel
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Wenn einer eine Reise (tut) plant

Schon lange hegte ich den Wunsch einmal zum Trix Express- / TTR-Treffen nach Zürich zu fahren und daran teilzunehmen.

Doch wie sag ich´s meinem Kinde, respektive meiner Frau? Die Begeisterung meiner Gattin hielt sich allerdings in Grenzen. Ich bekam zu hören: „du spinnst wohl, nur wegen der Modellbahn nach Zürich, da spiele ich nicht mit.“ So wurde der Wunsch ein ums andere Jahr verschoben.

Dieses Jahr kam mir der Zufall zu Hilfe. Bei einem unserer NErFü-Stammtisch-Treffen erzählte ich dort von meinem Wunsch. Und so entstand die Idee mit einem uns sehr gut bekannten Ehepaar gemeinsam ein gemütliches Wochenende in der Schweiz zu verbringen.

Nachdem meine Frau hörte, dass auch unsere Bekannten vom Stammtisch mitfahren würden, war auch sie für mein Vorhaben zu begeistern, verstehen wir uns vier doch schon seit langem recht prächtig. Der Termin für das Treffen in Zürich war ja schon länger bekannt und so nahm ich mit Jean Patrick Enz Kontakt auf um ihn auf die Teilnahme von NErFü-Stammtischlern vorzubereiten. Ein recht preisgünstiges Hotel suchte und buchte meine Frau im Internet.

Endlich war der lang ersehnte Tag gekommen und die Anreise nach Zürich verlief ohne Probleme. Da unsere Bekannten aus Nürnberg und wir aus der Nähe von Neuburg/Do. kommen, war eine gemeinsame Anreise bis zum Bodensee nicht oder nur bedingt möglich. Also vereinbarten wir, dass wir uns am 03.08.2012 gegen Mittag in Meersburg auf dem Parkplatz in der Nähe der Bodenseefähre treffen.
Nachdem wir also dort angekommen waren, erkundeten wir zu Fuß die schöne Altstadt von Meersburg, tranken und aßen etwas in einem Gartenlokal und genossen dabei die herrliche Aussicht über den Bodensee. Gegen 14:30 Uhr machten wir uns dann auf den Weg zur Fähre um mit dieser auf die gegenüberliegende Seite des Bodensees nach Konstanz zu gelangen. Die Überfahrt dauerte auch nur etwa 15 Minuten und anschließend fuhren wir die wenigen Kilom
eter auf der Landstraße von Konstanz über Winterthur nach Zürich. Dort angekommen fanden wir das Hotel, Navi sei Dank, recht schnell.

Wir beschlossen, dass wir am frühen Abend mit der Straßenbahn in Richtung Hauptbahnhof fahren wollten, da wir zum Einen noch Geld umtauschen mussten und zum Anderen auch ein Restaurant aufsuchen wollten. Am Hauptbahnhof angekommen mussten wir uns diesen natürlich von innen und außen anschauen. Eine Bank zum Geldwechsel war auch schnell gefunden, so dass wir uns auf das eigentliche Anliegen, nämlich die Fußgängerzone und die darin befindlichen Geschäfte anzusehen, konzentrieren konnten. Wie der Zufall es wollte entdeckten wir ein größeres Spielwarengeschäft, welches im 2. Stock auch eine größere Modellbahnabteilung hatte. Da unsere Frauen nicht gerade in Begeisterung ausbrachen machte ich den Vorschlag sich auch die Stofftierabteilung (Steiff) anzusehen. Gesagt getan. Die Damen gingen in den Keller zu den Stofftieren (Steiff) und wir Männer begaben uns in den 2. Stock zu den Modellbahnen. Nach einer guten halben Stunde verließen wir das Geschäft wieder um uns ein Lokal zum Abendessen zu suchen. Inzwischen hatte Babs ein Geschäft mit Steifftieren entdeckt, was aber leider (Gott sei Dank) schon geschlossen hatte.

Zum Abschluss des Abends tranken wir noch Absacker in dem Lokal unseres Hotels.

Am Samstag nach dem Frühstück machten wir uns, bekleidet mit unseren Stammtisch-T-Shirts, auf den Weg zum

20. internationales Sommertreffen
für TRIX TWIN RAILWAY, TRIX TRAINS & TRIX EXPRESS

Dieses fand im Café/Restaurant Sonnegg in der Bauherrenstraße 53 statt.

Im Vorfeld hatte Patrick mir schon mitgeteilt, dass die Bauherrenstraße in diesem Bereich mit dem Auto wegen Bauarbeiten am Gleiskörper der Straßenbahn nicht befahrbar sei, und wir uns so einen Parkplatz im 200 Meter entfernt gelegenen Parkhaus suchten.

Wir wurden von Patrick und seiner Frau Barbara auf das herzlichste begrüßt. Die Teilnehmer des Sommertreffens entpuppten sich, bedingt durch das gemeinsame Hobby, als eine große Familie. So familiär wie die Begrüßung lief auch die ganze Veranstaltung ab. Da das Wetter auch mitspielte, fand man sich nicht nur im inneren des Cafés wieder, nein auch im angrenzenden Garten waren Tische mit gebrauchten und neuen Modellbahnen zu finden. Auch an Speisen und Getränken mangelte es nicht. So gab es unter anderem Gegrilltes und Bier.

Im Verlaufe des Vor- und Nachmittages fanden zahlreiche Gespräche und Diskussionen über die verschiedenen Exponate, Umbauten etc. statt. Im Übrigen waren nicht nur Umbauten von Lokomotiven verschiedener Hersteller zu bestaunen, nein auch Weichenumbauten, mit beweglichem Herzstück ohne zusätzlichen elektrischen Antrieb, waren zu finden.

So gegen 14:30 Uhr hielt Patrick eine Laudatio, bedankte sich für die rege Teilnahme, stellte fest dass es tatsächlich Anwesende gab, welche seit 20 Jahren zu diesen Treffen kommen. Im Übrigen nicht nur Schweizer Trix Expressler, nein es kamen auch Familien aus Holland und sogar aus England um an diesem Treffen teilzunehmen. Er versprach, dass alle die zum 20. Mal dabei waren noch einen Wimpel erhalten würden.

Im Anschluss an die Rede von Patrick, welche er übrigens in englischer und deutscher Sprache gleichermaßen hielt, bedankte sich Franz Nowack im Namen aller Anwesenden für die Einladung und überreichte Patrick eine Dampflok (60164) der Britisch Railways, welche auf den Namen Sir Patrick Enz getauft und beschriftet war. Patricks Frau Barbara bekam ob ihrer Durchführung zur Bewirtung der Gäste eine Orchideenpflanze überreicht.

Wir bedankten uns bei Patrick und seiner Frau für die Einladung zum Treffen und verabschiedeten uns auch von den anderen Teilnehmern bzw. Gästen.

Alles in allem war es ein gelungener Vor-und Nachmittag.

Im Anschluss erfrischten wir uns im Hotel und fuhren mit der Straßenbahn zum Zürichsee, an dessen Promenaden wir entlang spazierten. Wir beschlossen in Richtung der Fußgängerzonen ein Speiselokal aufzusuchen, als wir wieder vor dem Spielwarenladen mit den Steifftieren vorbei kamen. Ich überredete Babs doch wenigstens einmal hinein zu gehen und uns ein bisschen umzuschauen.

Dies hätten wir vielleicht doch nicht machen sollen, denn wir verließen das Geschäft mit 3 neuen Steiff- bzw. Herrmann-Teddys. Aber da Babs ja demnächst Geburtstag hat, habe ich wenigstens ein passendes Geschenk mitgenommen.

Nach einer Pizza, welche übrigens die stolze Summe von knapp 30 Schweizer Franken kostete, fuhren wir wieder ins Hotel zurück, wo wir uns noch für ein Bier auf die Terrasse des Hotels setzten um den vergangenen Tag Revue passieren zu lassen.

Am anderen Morgen, wieder nach einer fast schlaflosen Nacht bedingt durch den Verkehrslärm der Elektrobusse und Straßenbahnen sowie der Straßenreinigung um 4 Uhr früh, und nach dem Frühstück traten wir die Heimreise an. Diese führte uns zunächst auf der Landstraße zurück nach Konstanz, wo wir wiederum die Autofähre über den Bodensee bis nach Meersburg benutzten. Auf der Nordseite in Meersburg angekommen, beschlossen wir dem Dampflokmuseum, leider hält der Name nicht was er verspricht, in Tuttlingen einen Besuch abzustatten. Was wir leider zu sehen bekamen, man muss es so deutlich sagen, war in einem erbärmlichen Zustand. Über 20 Dampflokomotiven (Kriegslokomotiven) der Bauarten 50 und 52, die meisten mit Wannentender ausgestattet, verrotten und verrosten dort auf den Gleisen. Bei vielen hat sich die Natur durchgesetzt, wachsen doch hier und da Büsche und Bäume aus den Führerständen bzw. den Tendern der Lokomotiven. Bei sehr vielen Lokomotiven fehlen mittlerweile die Steuerungen und andere Teile. Bei allen wurden die Armaturen abgebaut, Lokschilder sind meist nicht mehr vorhanden, weil diese entweder schon gestohlen wurden oder man den Diebstahl verhindern wollte und diese vorsorglich entfernt hat. Laut Aussage des Betreibers sind ein paar im Ringlokschuppen stehende Lokomotiven betriebsbereit. So unter anderem eine BR 42, eine BR 78 und eine Köf-Diesellok.
Auch die 21-Meter-Drehscheibe ist nach Aussage des Betreibers voll funktionsfähig. (Näheres siehe Link). Bei den sich im Lokschuppen befindlichen Lokomotiven hat man die Pufferteller sowie die Frontansicht mit Farbe etwas freundlicher gestaltet. Schaut man sich aber die Loks genauer an, so stellt man auch hier fest dass dies nur Makulatur ist.

In Tuttlingen tranken wir dann noch einen Kaffee und aßen ein Stück Kuchen, bevor wir uns dann wieder auf die Heimreise begaben. So waren wir gegen 18:30 Uhr dann wieder zu Hause. Alles in Allem gesehen war es doch ein recht unterhaltsamer und informativer Wochenendausflug.

Bilder seht ihr auf den nachfolgenden Seiten. Leider gibt es hier vom Dampflokschrottmuseum keine Bilder, da es von Seiten des Betreibers verboten ist Bilder zu veröffentlichen. Aber vielleicht ist dies auch besser so.

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